Eine Hernie (Bruch) entsteht, wenn sich durch eine Schwachstelle der Bauchwand ein Teil des Bauchinhalts vorwölbt, meist Fettgewebe oder eine Dünndarmschlinge. Am häufigsten ist die Leistenhernie (Leistenbruch), die bei Männern deutlich öfter auftritt als bei Frauen. Begünstigt wird sie durch alles, was den Druck im Bauch erhöht: schweres Heben, anhaltender Husten, Pressen bei Verstopfung oder Übergewicht. Die Hernie zeigt sich als weiche Vorwölbung in der Leiste oder am Nabel, die im Liegen oft verschwindet; Schmerzen müssen nicht vorhanden sein.
Hernien werden nach der Stelle benannt, an der sie entstehen:
Eine Hernie heilt nicht von selbst und wird mit der Zeit in der Regel größer. Gefährlich wird sie, wenn sich ein Teil des Darms im Bruchsack einklemmt (eingeklemmte oder inkarzerierte Hernie) und nicht mehr durchblutet wird (Strangulation). Dann ist eine Notoperation erforderlich. Deshalb empfehlen wir, eine Hernie geplant zu operieren, bevor es zu Komplikationen kommt. Ziel der Operation ist es, die Bauchwand zu stabilisieren und das Risiko eines erneuten Auftretens möglichst gering zu halten.
Das häufigste Anzeichen ist eine Schwellung in der Leiste, die plötzlich auftritt oder langsam größer wird und im Liegen verschwindet; bei Männern kann sie bis in den Hodensack reichen. Häufig sind ein Druck- oder Spannungsgefühl, ein Brennen in der Vorwölbung und Schmerzen bei Anstrengung, beim Heben oder beim Sport, die in Ruhe nachlassen.
Warnzeichen einer Einklemmung: Die Vorwölbung wird hart, schmerzhaft und gerötet, dazu kommen Übelkeit, Erbrechen, Fieber und ein beschleunigter Puls. Suchen Sie in diesem Fall sofort einen Arzt auf, da in der Regel eine Notoperation erforderlich ist.
Die Hernie wird in offener Technik über einen kurzen Schnitt oberhalb des Bruchs operiert. Der Bruchinhalt wird in die Bauchhöhle zurückverlagert, die geschwächte Bauchwand vernäht und bei Bedarf zusätzlich mit einem Kunststoffnetz verstärkt, das das Risiko eines erneuten Auftretens verringert. Der Eingriff erfolgt in örtlicher Betäubung oder in Vollnarkose; über die Art der Anästhesie entscheidet der Chirurg bei der ersten Untersuchung.
Die Operation erfolgt als tagesklinische Behandlung (ambulant): Sie gehen einige Stunden nach dem Eingriff noch am selben Tag nach Hause. Hinweise zu Schonung, Belastung und Rückkehr an den Arbeitsplatz erhalten Sie bei der Entlassung; die Kontrolluntersuchung findet bei uns statt.
Hernienoperationen führen wir im Rahmen des Vertrags mit der slowenischen Krankenversicherung (ZZZS) mit Überweisung (nur für in Slowenien Versicherte) sowie für Selbstzahler durch. Die Preise finden Sie in der Preisliste für chirurgische Leistungen, die aktuellen Wartezeiten auf dem Portal eČakalne dobe. Für eine Untersuchung rufen Sie uns unter +386 2 7800 900 an oder vereinbaren Sie online einen Termin.
»Ich wurde wegen einer Leistenhernie operiert. Das gesamte Personal war fachlich kompetent und menschlich, nach dem Eingriff habe ich keinerlei Beschwerden. Herzlichen Dank an alle, ich kann es nur empfehlen.«
»Bei der Untersuchung und später bei der Operation meiner Leistenhernie habe ich ein sehr kompetentes, verantwortungsbewusstes und freundliches Team kennengelernt. Nochmals vielen Dank.«
»Ich möchte mich beim Chirurgen und seinem Team für die erfolgreich durchgeführte Hernienoperation bedanken.«